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Archive for the ‘Bildungspolitik’ Category

Nach der Berufsausbildung ohne Umwege zum Studium

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Rheinland-Pfalz hatte im September bereits den Zugang von Berufstätigen zum Studium erleichert. Nun will man noch einen Schritt weiter gehen. In einem Modellversuch, der ab Januar 2011 startet, möchte man herausfinden, ob eine Zulassung zum Studium unmittelbar im Anschluss an eine Berufsausbildung möglich ist. Das würde bedeuten, dass die Berufsausbildung das Abitur oder die Fachhochschulreife ersetzt.

„An Universitäten steht der Weg zu allen Studiengängen offen, die mit der Berufsausbildung verwandt sind. Gleichzeitig sind das bisher erforderliche Probestudium und die Eignungsfeststellung entfallen. In dem im Januar startenden Modellversuch will Rheinland-Pfalz darüber hinaus gehen und erproben, ob und unter welchen Bedingungen auch beruflich Qualifizierten ohne die geforderte zusätzliche zweijährige Berufserfahrung der Weg an die Hochschulen geebnet werden kann.“

weitere Infos…

Written by burklehmann

10. Dezember 2010 at 10:21 am

Veröffentlicht in Bildungspolitik

Die Erfindung der Langsamkeit

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In einem Artikel zum Thema „Weg vom Projekt
Wissenschaftler sind zu kleinen Rädchen einer Maschinerie mutiert, in der vor allem eines zählt: Nutzwert. Wo bleibt die zweckfreie Gründlichkeit?“ führt Lenzen, Präsident der Universität Hamburg Klage auf hohem Niveau. Er schreibt:

Als »projektorientierte Polis« beschrieben die beiden französischen Soziologen Luc Boltanski und Eve Chiapello die Gesellschaft, wie sie sich nach 1968 entwickelte. In dieser Polis ist das Leben nicht mehr als eine Abfolge von Projekten: zeitlich begrenzt, netzerweiternd und darauf ausgelegt, die Umwelt ununterbrochen nach Innovationsmöglichkeiten abzusuchen. Dieser Existenzmodus dominiert inzwischen auch das Universitätssystem – mit erheblichen Folgen für das Konzept von Universität, für den Beruf des Wissenschaftlers und für die Art und Weise, Wissen zu generieren, zu verbreiten und zu tradieren. In der projektorientierten Polis der Universität fehlt, was für die academia konstitutiv war: ausreichend Zeit.“

Man ist schon arg verwundert, wie der einst gekührte Hochschulmanager des Jahres, nun den Nutzwert infrage stellt und für mehr Zeit plädiert. Sollte da einer vom Saulus zum Paulus geworden sein?

 

Written by burklehmann

12. November 2010 at 4:00 pm

Veröffentlicht in Bildungspolitik

Bologna braucht weniger Gejammer und mehr Kreativität!

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Auf einer vom BDA am 21.10.10 abgehaltenen Konferenz hat Landfried (ehemals Präsident der HRK) einen engagierten Vortrag pro Bologna gehalten.

Auszug:

„Im Klartext und ganz kurz: natürlich konnte man und kann man in einem Bachelor- Programm, egal in welchem Fach, ein Auslandssemester, ein oder zwei Praktika und dazu forschendes, selbsttätiges Lernen, also die Verbindung von Bildung und Ausbildung, die Entwicklung der Persönlichkeit und der eigenen Urteilskraft und den Erwerb solider Fachkompetenz verwirklichen. Verbunden mit Prüfungen, in denen nicht angemästetes Wissen „abgeprüft“, sondern Können getestet wird. Und die vielen guten Beispiele dafür sind auch noch ohne Probleme akkreditiert worden.“

Das große Lamento, da kann man dem Autor zustimmen, führt nicht weiter. Es geht um die aktive Gestaltung.

Written by burklehmann

1. November 2010 at 3:16 pm

Veröffentlicht in Bildungspolitik

Nach dem Bachelor ins Praktikum statt in den Beruf?

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Unter dem Titel: Von der »Generation Bologna« zur »Generation Praktikum« Wie behandeln die Unternehmen den Bachelor? schreibt C. Scholz:
„Im Jahr 2004 verkündeten 15 Unternehmen ihre „Bachelor Welcome“ Erklärung, die inzwischen erweitert und von rund 200 Unternehmen bekräftigt wurde. Grund genug, sich ein Bild von der tatsächlichen Bachelor-Akzeptanz zu machen. Haben sich die deutschen Unternehmen auf Bologna eingestellt? Eine Studie nährt Zweifel.“

Könnte es sein, dass man die Geister, die man rief, nun doch lieber loswerden möchte?

Eine weiterer Bericht dazu.

Written by burklehmann

29. Oktober 2010 at 11:30 am

Veröffentlicht in Bildung, Bildungspolitik

„Wie viel Zeit Studenten dafür brauchen, ist mir schietegal.“

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Auch die FAZ-Online berichtet über die Zeitlast in den Studiengängen nach Bologna. Interessant, aber nicht überrachsend, sind die Reaktionen: Schawan fühlt sich in ihren Reformbemühungen bestätigt. Das Studierendenwerk beklagt die vorgeblich geringe Datenbasis. Und was sagt der Urheber der Studie: „… dann redet er von der
Auseinandersetzung mit komplexen Themen, von der Lektüre ganzer Bücher anstelle von Aufsätzen, von selbständiger Recherche und eigenen Ideen. „Das ist der Maßstab“, sagt Schulmeister. „Wie viel Zeit Studenten dafür brauchen, ist mir schietegal.“ Dem kann man nur zustimmen.

Written by burklehmann

11. Oktober 2010 at 8:41 am

Veröffentlicht in Bildungspolitik

Was man/frau lesen sollte

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In ihrem WEBLOG hat G. Reinmann einen lesenswerten Beitrag zur Genderthematik veröffentlicht.

Es heißt u.a.:

„Vor kurzem hatte ich mal wieder einen kurzes Austausch zur Frage der Gender-neutralen Sprache in wissenschaftlichen Artikeln. Da nehmen es ja die Schweizer/innen und Österreicher/innen bekanntlich noch genauer als die Deutschen (oh – das ist ja schon Gender-neutral ;-) ). Ich bin da schon mehrmals angeeckt, weil ich die weiblichen Formen zwar durchaus aus einer bestimmten Perspektive für wichtig und nachvollziehbar halte, letztlich aber der Meinung bin, dass es Wichtigeres gibt – also Wichtigeres in Sachen „Gender“:“

Man hat tatsächlich oft den Eindruck, dass die Einhaltung von Formvorschriften bedeutender als der Inhalt ist.

Written by burklehmann

7. Oktober 2010 at 4:28 pm

Veröffentlicht in Bildungspolitik

Rolle und Zukunft privater Hochschulen in Deutschland

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Der „Stifterverband“ hat eine umfangreiche Untersuchung zur Rolle und Zukunft privater Hochschulen vorgelegt, die

man hier einsehen kann: Bericht: Im Begleittext heißt es:

„Die Studie soll einen Beitrag zur wissenschaftspolitischen Diskussion in Deutschland leisten. Diese muss mittelfristig eine Reihe von Grundsatzfragen beantworten: Wollen wir ein vielfältiges Hochschulsystem, in dem auch die
gesellschaftlichen Beiträge der privaten Hochschulen und damit das private Engagement für Bildung und Wissenschaft gewürdigt, politisch unterstützt und nachhaltig gesichert werden? Verpflichtet der aktuelle Konsolidierungsdruck – auch im staatlichen System – im Interesse eines optimalen Bildungsangebots nicht dazu, diese Vielfalt zu ermöglichen? Um es vorwegzunehmen: Wir denken ja.“

 

 

Written by burklehmann

7. Oktober 2010 at 9:08 am

Veröffentlicht in Bildungspolitik